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Anwendungen für die Beschichtung mit Emaille

Emaille (auch als Glas- oder Porzellanemaille bekannt) ist eine glasartige, anorganische Beschichtung, die durch das Einbrennen von aufgeschmolzenem Glaspulver bei sehr hohen Temperaturen entsteht. Das Ergebnis sind äußerst widerstandsfähige Oberflächen mit hervorragender Beständigkeit gegen Korrosion, Chemikalien und starke Temperaturschwankungen. Zudem sind sie besonders kratzfest und nicht porös, wodurch beschichtete Bauteile leicht zu reinigen sind. Diese Eigenschaften machen Emaille zu einer idealen Beschichtungslösung für Anwendungen im Haushalts-, Sanitär- und Dekorationsbereich.

Emaille wird seit Jahrzehnten weltweit eingesetzt, von traditionellen manuellen Liquidverfahren bis hin zu vollautomatischen Pulversystemen. Aufgrund der besonderen Materialeigenschaften erfordert die Emaille-Applikation spezielles Equipment für Pulver- und Liquidprozesse, z. B. speziell entwickelte Düsengeometrien. Damit unterscheiden sich Emaille-Systeme klar von anderen Beschichtungsverfahren.

WAGNER hat weltweit bereits mehr als 200 automatische Emaille-Beschichtungsanlagen installiert. Als strategischer Partner in unterschiedlichen Anwendungsfeldern bieten wir ein breites Produktportfolio, fundiertes technisches Know-how und globalen Service-Support für Emaille-Applikationen. Wagner S.p.A. mit Sitz in Italien fungiert dabei als internationales Kompetenzzentrum für Emaille-Technologien und verfügt über ein eigenes Labor für Pulver- und Liquidanwendungen.

Ihr Kontakt

Marco Ghirimoldi

  • Business Development Domestic Appliances
  • +39 3355745088

    Auswahl an Anwendungsfeldern in der Emaillebeschichtung

    Suchen Sie eine Lösung für die Liquid- und/oder Pulverbeschichtung Ihres Werkstücks mit Emaille? Wir beraten Sie gerne!

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    • Bewährte Applikationskomponenten (Pistolen, Anschlüsse und Lanzen), basierend auf über 40 Jahren Erfahrung in der Emaillebeschichtung
    • Applikationstechnologien: Pulverbeschichtung, im Liquidbereich Sprüh- oder Fließbeschichtung
    • Kombination von 3- und 6-Achs-Robotern für eine präzise Beschichtung komplexer Geometrien
    • Kontrollierte Emaille-Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgen für eine konstante Qualität über den gesamten Produktionsprozess
    • Applikationstechnologien: Pulverbeschichtung, im Liquidbereich Sprühbeschichtung und elektrostatische Sprühbeschichtung
    • Effiziente Emaille-Rückgewinnung mittels Schwerkraft und Luftförderung reduziert Materialverbrauch und laufende Kosten
    • Fortlaufende Verbesserungen der Applikationsleistung senken Verbrauchs- und Ersatzteilkosten nachhaltig
    • Applikationstechnologien: Pulverbeschichtung, im Liquidbereich Sprühbeschichtung und elektrostatische Sprühbeschichtung
    • Maßgeschneiderte Lösungen für halb- oder vollautomatische Anwendungen
    • Kombination von 3- und 6-Achs-Robotern für eine präzise Beschichtung komplexer Geometrien
    • Applikationstechnologien: Pulverbeschichtung, im Liquidbereich Sprühbeschichtung
    • Kombination von 3- und 6-Achs-Robotern für eine präzise Beschichtung komplexer Geometrien
    • Speziell entwickelte Pistolen mit Umlaufsystemen und Komponenten, basierend auf über 40 Jahren Erfahrung in der Emaillebeschichtung
    • Applikationstechnologien: Pulverbeschichtung, im Liquidbereich Sprühbeschichtung und elektrostatische Sprühbeschichtung
    • Roboterbasierte Lösungen für die präzise Beschichtung komplexer Geometrien
    • Speziell entwickelte Pistolen mit Wolframkarbid-Komponenten erhöhen Produktivität und Standzeiten
    • Schlüsselfertige Lösungen: Spraypacks mit maßgeschneiderten Edelstahl-Druckbehältern und manuellen Pistolen
    • Applikationstechnologien: Im Liquidbereich Sprühbeschichtung und elektrostatische Sprühbeschichtung
    • Roboterbasierte Lösungen für die präzise Beschichtung komplexer Geometrien
    • Speziell entwickelte Pistolen mit Wolframkarbid-Komponenten erhöhen Produktivität und Standzeiten
    • Zuverlässige, vollautomatische Farbwechselsysteme mit SPS-Steuerung
    • Applikationstechnologien: Im Liquidbereich Sprühbeschichtung und elektrostatische Sprühbeschichtung
    • Maßgeschneiderte Lösungen, ausgelegt auf individuelle Kundenanforderungen und höhere Produktivität durch zuverlässige Hochleistungstechnik
    • Eigenes Produktmanagement-Team für die Entwicklung kundenspezifischer Systemlösungen
    • Applikationstechnologien: Pulverbeschichtung, im Liquidbereich Sprühbeschichtung und elektrostatische Sprühbeschichtung

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    Beschichtungsmethoden mit Emaille

    Emaillebeschichtungen sind sowohl für industrielle Pulver- als auch Liquidysteme verfügbar. Abhängig vom Substrat, der Bauteilgeometrie und den jeweiligen Beschichtungsanforderungen wird ein speziell ausgelegtes Pulver- oder Liquidsystem empfohlen.

    Schritt für Schritt: Flüssig-Emaillebeschichtung

    Flüssig-Emaillebeschichtung funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie konventionelle Liquidverfahren mit Nasslack, unterscheidet sich jedoch in der eingesetzten Anlagentechnik.

    In der Regel sind vier Schritte erforderlich:

    Das Substrat oder Werkstück wird vorbehandelt, um eine optimale Haftung der Flüssigemaille zu gewährleisten. Dazu gehören mechanische Verfahren wie Sandstrahlen oder chemische Behandlungen mit alkalischen und sauren Lösungen, gefolgt von einer gründlichen Spülung.

    Das gebrauchsfertige (RTU) Emaillepulver wird unter Einhaltung eines vom Materiallieferanten vorgegebenen Wasser-Pulver-Verhältnisses mit Wasser gemischt. Nach 24 Stunden werden sowohl das spezifische Gewicht als auch das Aufnahmegewicht und die Abtropfzeit überprüft, um die physikalischen Eigenschaften des Emailles und dessen Haftung auf dem Untergrund zu überprüfen.

    Das gereinigte Werkstücksubstrat wird anschließend entweder mit einem herkömmlichen Niederdruck-System beschichtet, bestehend aus einem Druckbehälter und einer manuellen oder automatischen Pistole, oder mit einem Elektrostatiksystem, bei dem der Emaille-Schlicker elektrostatisch aufgeladen und auf ein geerdetes Werkstück übertragen wird.

    Nach dem Beschichten wird das Werkstück getrocknet, bevor es in einen Brennofen gebracht wird, wo die Emaille bei hoher Temperatur (in der Regel 800–900 °C) mit dem Stahlsubstrat verschmolzen wird. Dadurch entsteht eine dichte, glasartige Schutzschicht mit ausgezeichneter Haftung, chemischer Beständigkeit und Haltbarkeit.

    Anwendungen, die sowohl eine Grundierung als auch eine Deckschicht erfordern, durchlaufen einen längeren Prozess, bei dem das grundierte und gebrannte Substrat einer zweiten Beschichtung unterzogen wird, gefolgt von einer zusätzlichen Trocknungsphase und einem weiteren Brennzyklus. 

    Schritt für Schritt: Pulver-Emaillebeschichtung

    Bei der Pulver-Emaillebeschichtung wird ein Trägermaterial, meist Metall oder Glas, mit einer Emaille-Schicht beschichtet. Diese sorgt für einen langfristigen Schutz der Oberfläche.

    Die Beschichtung mit Emaillepulver erfolgt in drei Schritten:

    Das Substrat bzw. das Werkstück wird vorbehandelt, um eine optimale Haftung des Emaillepulvers zu gewährleisten. Die Vorbehandlung umfasst mechanische Verfahren wie Sandstrahlen sowie chemische Prozesse mit alkalischen und sauren Lösungen, gefolgt von einer gründlichen Spülung.

    Die Applikation des Emaillepulvers erfolgt elektrostatisch. Dabei werden die Pulverpartikel elektrisch aufgeladen und vom geerdeten Werkstück angezogen, sodass sie gleichmäßig auf der Oberfläche haften.

    Nach dem Beschichten wird das Werkstück getrocknet, bevor es in einen Brennofen gebracht wird, wo die Emaille bei hoher Temperatur (in der Regel 500–900 °C) mit dem Stahlsubstrat verschmolzen wird. Dadurch entsteht eine dichte, glasartige Schutzschicht mit ausgezeichneter Haftung, chemischer Beständigkeit und Haltbarkeit. 

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    FAQ zu Emaillebeschichtung

    Die Emaillebeschichtung vereint einzigartige physikalische, chemische, mechanische und ökologische Eigenschaften.

    Physikalische Eigenschaften

    • Nicht brennbar und brandsicher (brennt nicht und setzt keine giftigen Gase frei)
    • Hohe Temperaturbeständigkeit (stabil bei direkter Flammeneinwirkung und extremer Hitze)
    • Hervorragende Beständigkeit gegen Temperaturschock (unempfindlich gegenüber plötzlichen Temperaturschwankungen)
    • Wasser- und feuchtigkeitsundurchlässig
    • Dielektrische Eigenschaften (hoher elektrischer Widerstand)
    • Langfristige Farbstabilität (beständig gegenüber sichtbarer und UV-Strahlung)

    Chemische Eigenschaften

    • Hervorragende Beständigkeit gegen Korrosion und Witterungseinflüsse
    • Resistent gegenüber Chemikalien und aggressiven Substanzen

    Mechanische Eigenschaften

    • Hohe Kratzfestigkeit
    • Sehr gute Abriebfestigkeit
    • Gute Schlag- und Stoßfestigkeit

    Ökologische Eigenschaften

    • Hemmung von Bakterienwachstum durch glatte Oberfläche und alkalischen pH-Wert
    • Vollständig recyclingfähig, ohne die Wiederverwertung des Grundmaterials zu beeinträchtigen
    • Unbedenklich im Gebrauch sowie geeignet für den Kontakt mit Lebensmitteln und Trinkwasser

    Emaille ist ein anorganisches, glasartiges Material auf Mineralbasis. Es wird aus Rohstoffen wie Quarzsand, Feldspat, Borax, Soda und Flussspat hergestellt. Die Zusammensetzung wird an die jeweilige Anwendung und die gewünschten Beschichtungseigenschaften angepasst.

    Ob Flüssig- oder Pulver-Emaille eingesetzt wird, hängt von verschiedenen Rahmenbedingungen ab. Besonders entscheidend ist die Geometrie des Werkstücks: Komplexe Bauteile, tiefe Vertiefungen oder scharfe Ecken sind mit Pulver nur schwer gleichmäßig zu beschichten, da das Material dort nicht ausreichend eindringt. Auch die Produktionsmenge ist relevant: Bei kleinen Stückzahlen und häufig wechselnden Farben erweist sich die Flüssig-Emaillebeschichtung meist als wirtschaftlicher.

    Das kombinierte Verfahren kommt zum Einsatz, wenn hohe Schichtdicken realisiert werden sollen oder wenn eine spezielle Grundierung als Basis für verschiedene Deckfarben erforderlich ist.

    Konventionelle Pulverbeschichtungen sind organisch aufgebaut, Pulver-Emaille hingegen ist eine anorganische, glasbasierte Beschichtung. Diese Materialeigenschaften machen die elektrostatische Aufladung anspruchsvoller und erfordern eine genauere Prozesskontrolle. Entsprechend ist die Applikation technischer und komplexer als bei klassischer Pulverbeschichtung.

    Bei der Flüssig-Emaillebeschichtung kommen in der Regel zwei Schichten zum Einsatz: Base Coat und Top Coat. Der Base Coat - auch Grundierung oder Primer genannt – sorgt für eine zuverlässige Haftung zwischen dem Substrat und dem Emaillesystem. Der Top Coat bildet die sichtbare Oberfläche und bestimmt sowohl das Erscheinungsbild als auch die Beständigkeit gegenüber mechanischen, chemischen und umweltbedingten Einflüssen.

    Die Einbrennzeit hängt von der Bauteilgröße, der Emaille-Schichtdicke und der Ofenkapazität ab. In der Regel wird Flüssig-Emaille bei Temperaturen zwischen 820 und 860 °C für etwa 10 bis 15 Minuten eingebrannt.

    Die Flüssig-Emaillebeschichtung erfolgt in der Regel im Niederdruckbereich. Dadurch ist eine schonende Materialförderung und eine präzise Kontrolle der Emailleschicht möglich, was entscheidend für eine gleichmäßige Beschichtungsqualität ist.

    Flüssig-Emailleglasuren können sowohl öl- als auch wasserbasiert sein, wobei heute überwiegend wasserbasierte Systeme eingesetzt werden.