Bei der Übergabe des symbolischen Spendenschecks von WAGNER:
obere Reihe v.l.: Thomas Maier (Betriebsratsvorsitzender J. Wagner), Veronika Daue (Personalleiterin WAGNER), Gabi Müller (Lebenshilfe Bodenseekreis e.V.)
Untere Reihe v.l.: Leslie Hirsch (J. Wagner), Stephanie Wolf und Norbert Kiwatsch (Lebenshilfe Bodenseekreis e.V.), Ursula Klink (J. Wagner). Foto: J. Wagner GmbH
Die WAGNER-Mitarbeiterinnen Leslie Hirsch und Ursula Klink haben zusammen über 100 Stunden für die Lebenshilfe Bodenseekreis e.V. gespendet. Das entspricht einer Arbeitszeit von zweieinhalb Wochen.
Die Freude beim Verein Lebenshilfe Bodenseekreis ist groß: 30.000 Euro haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WAGNER und das Unternehmen bei ihrer Weihnachtsspendenaktion für die Menschen mit geistiger Behinderung im Bodenseekreis gesammelt! Geld, das die gemeinnützige Vereinigung nun ohne Vorgaben frei für ihre Schützlinge einsetzen darf. Viele gute Ideen warten bereits auf ihre Umsetzung.
Bereits zum vierten Mal hat das Markdorfer Unternehmen J. Wagner GmbH seine Spendenaktion zur Weihnachtszeit organisiert. Das Besondere: Mitarbeitende und Unternehmen spenden gemeinsam, um in der Region Gutes zu bewirken. Veronika Daue, eine der beiden Personalleiterinnen bei WAGNER, betont bei der Spendenübergabe: „Die ehrenamtliche Arbeit von der Lebenshilfe Bodenseekreis zeigt, wie wichtig Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind. Daher freue ich mich riesig, dass wir heute eine Spende von 30.000 Euro an die Lebenshilfe Bodenseekreis übergeben dürfen, die zum großen Teil durch das großartige Engagement unserer Mitarbeitenden möglich gemacht worden ist.
Solche Initiativen machen einen echten Unterschied, und wir sind stolz darauf, als Unternehmen gemeinsam etwas bewegen zu können. Vielen Dank an alle, die zu dieser Spende beigetragen haben.“
In den vier Jahren seit dem Start der jährlichen Spendenaktion haben die WAGNER-Mitarbeitenden gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber bereits rund 215.000 Euro gespendet, die der Region zugutekommen: Die erste Spende ging an die Kinderstiftung Bodensee e.V., die zweite an fünf Tafel-Vereine im Bodenseekreis, die dritte an vier Hospize in der Region und die vierte nun an die Lebenshilfe Bodenseekreis e.V..
Norbert Kiwatsch, 1. Vorsitzender Vorstand der Lebenshilfe Bodenseekreis e.V., sagt bei der Übergabe des symbolischen Spendenschecks: „Behindertenrechte sind Menschenrechte. Die Lebenshilfe bezieht Position gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Behinderung ist Bereicherung der menschlichen Vielfalt. Frei nach dem Motto „Nichts über uns ohne uns!“ geben wir diesen Menschen eine Stimme und stehen ein für den Kulturwandel von Fürsorge hin zur freien Selbstbestimmung.
Inklusion und Teilhabe kosten Geld, viel Geld, aber dieses steht den Menschen mit Behinderung nach UN-Rechtslage zu und ist keine freiwillige Leistung. Dabei stelle ich bewusst die schwer und mehrfach behinderten Menschen in den Mittelpunkt. Wenn es für diese Menschengruppe passt, dann passt es für alle anderen erst recht. Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Es gibt noch viel zu tun, gehen wir gemeinsam voran!“
Über die Lebenshilfe Bodenseekreis e.V.
Die Lebenshilfe Bodenseekreis e.V. mit aktuell 335 Mitgliedern ist eine gemeinnützige Elternvereinigung, die sich aus dem Gedanken der Selbsthilfe heraus aktiv für die Interessen der Menschen mit einer geistigen Behinderung und deren Angehörigen engagiert. Alle Angebote werden von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Die Gestaltung der Freizeitaktivitäten von Menschen mit geistiger Behinderung jeden Alters bildet den Schwerpunkt. Dazu zählen nicht nur Angebote für Sport und Freizeit in der Gruppe, sondern auch Kurse zu verschiedenen Themen. Veranstaltungen wie der „Tanz in den Mai“, das Sommerfest und ein Adventskaffee sind sehr beliebt, aber auch Ausflüge, die regelmäßig organisiert werden. Auch Urlaubsreisen stehen auf dem Programm. Hinzu kommt die individuelle Hilfestellung für die Angehörigen bei Fragen rund um Anträge an Behörden, finanzielle Unterstützung oder sozialrechtlichen Fragestellungen. Hier geben Gabi Müller und Stephanie Wolf, die einzigen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Tipps für den „Kampf gegen die Windmühlen der Bürokratie“. Ein neues Vorhaben ist die „JuLe“, was Junge Lebenshilfe bedeutet, die Eltern von Kindern mit einer geistigen Behinderung die Möglichkeit bietet, sich in den Räumen der Lebenshilfe Bodenseekreis zu treffen und auszutauschen. So soll ein funktionierendes Netzwerk aus Eltern weiter ausgebaut werden.
Die Lebenshilfe Bodenseekreis e.V. befindet sich in Friedrichshafen und hat zwei Außenstellen in Neufrach und Tettnang. Derzeit gibt es sechs Rehasport- und acht Freizeitgruppen, die wöchentlich besucht werden, und dies meist abends nach der Arbeit. Insgesamt melden sich für die unterschiedlichen Angebote pro Jahr ca. 200 Teilnehmende an und werden dabei von knapp 80 Ehrenamtlichen begleitet. Wer sich für die Lebenshilfe Bodenseekreis e.V. interessiert, findet auf ihrer Homepage Informationen: www.lebenshilfe-bodenseekreis.de

